Eindhoven, 1. Dezember 2025 – Eindhoven ist die zweite Stadt in den Niederlanden, in der Carsharing-Autos die Vehicle-to-Grid-Technologie (V2G) nutzen. Die Zusammenarbeit zwischen der Renault-Gruppe, MyWheels, We Drive Solar und der Stadt Eindhoven ermöglicht es Elektroautos, nicht nur zu fahren, sondern auch Energie in das Stromnetz einzuspeisen. Das Prinzip der Rückspeisung von Energie in das Netz ist ein vielversprechender Schritt, der das Problem der Netzüberlastung bekämpfen, das Netz flexibler machen und zu einem schnelleren Übergang zu erneuerbaren Energien beitragen kann.
Ab heute speisen die ersten elektrischen Renault 5 E-Tech-Sharing-Autos in Eindhoven Energie in das Eindhovener Stromnetz zurück. Dafür arbeiten wir mit dem Netzbetreiber Enexis, We Drive Solar, MyWheels und der Renault-Gruppe zusammen. In diesem Jahr werden 28 Share Cars in Eindhoven unterwegs sein, die Energie zurückspeisen können. Nächstes Jahr werden wir dies auf 100 V2G-Sharing-Autos ausweiten. Über die ganze Stadt verteilt werden wir 50 bidirektionale Ladestationen mit jeweils zwei Anschlüssen installieren.

V2G: Batterien antreiben
Letzten Sommer fand in Utrecht das erste V2G-Shared-Car-Projekt statt. In Eindhoven setzen wir auf die Kombination von geteilter Mobilität und intelligenter Energietechnik. Die Elektrofahrzeuge speichern Energie, wenn das Angebot an grüner Energie hoch ist, und speisen sie in Spitzenzeiten zurück. Durch den skalierbaren Einsatz dezentraler Technologie tragen die Antriebsbatterien dazu bei, das lokale Energienetz auszugleichen und die Kapazitäten der erneuerbaren Energien besser zu nutzen.
Der Netzbetreiber Stedin zieht eine positive Bilanz aus fünf Monaten Vehicle-to-Grid (V2G) Charging in Utrecht. Mit 50 Autos wurden in den Abendstunden bis zu 300 kW an Netzüberlastung abgebaut und insgesamt über 65.000 kWh ins Netz zurückgespeist. Mit der zusätzlichen Platzierung von 120 V2G-Sharing-Autos in Utrecht in diesem Winter wird angestrebt, durch eine weitere Optimierung der Steuerung zu mehreren Zeiten 1 MW Engpassreduzierung zu erreichen. Dies entspricht dem Spitzenbedarf von etwa 1.000 Haushalten in den Abendstunden.

Anreize für nachhaltige städtische Innovation
Eindhoven ist der zweite Standort für dieses innovative Kooperationsprojekt. Die Stadt setzt sich stark für nachhaltige Mobilität, intelligente Infrastrukturen und Energiemanagement ein: Themen, die nahtlos zur V2G-Technologie passen.
Robert Strijk, Beigeordneter für Mobilität der Gemeinde Eindhoven, sagte dazu: “Das Prinzip der elektrischen Gemeinschaftsautos, die auch Energie zurückgeben, passt perfekt zu unserer Vision einer intelligenten, sauberen und lebenswerten Stadt. Die Technologie verspricht einen doppelten Gewinn: nachhaltige Mobilität und ein intelligentes Energiesystem. Gleichzeitig wollen wir realistisch bleiben und werden in der Praxis untersuchen, ob diese Autos tatsächlich zum Ausgleich des Stromnetzes und zu einem geringeren Autobesitz beitragen. Dann können wir feststellen, ob es für unsere Stadt funktioniert.”
Laurens van de Vijver, CEO von MyWheels: “Mit der Expansion nach Eindhoven machen wir einen weiteren Schritt in unserer Mission, den Mobilitätswandel zu beschleunigen. Fahrzeuge, die fahren und Energie liefern, sind keine Zukunftsmusik mehr, sondern Realität. So lösen wir Mobilitäts- und Energiefragen gleichzeitig.”

Marco Knoot, Marketing Director, Renault Group Netherlands: “Mit V2G Eindhoven bauen wir auf dem Erfolg von Utrecht energised auf und gehen gemeinsam mit unseren Partnern einen neuen Schritt in Richtung eines intelligenten und nachhaltigen Energiesystems. Die Renault Gruppe trägt aktiv dazu bei, sowohl mit unserem Know-how im Bereich des bidirektionalen Ladens als auch mit dem Renault 5 E-Tech electric – einer Ikone von morgen, die perfekt in eine Zukunft passt, in der Autos Energie an die Stadt zurückgeben.”
Robin Berg, CEO von We Drive Solar: “Der Start in Eindhoven bestätigt, dass das bidirektionale Laden in jeder Stadt eingesetzt werden kann. Wir bauen weiter an einer Zukunft, in der jedes Elektroauto zu einem stabilen und nachhaltigen Energienetz beiträgt.”



